Wohnung brennt in Neuperlach komplett aus

Durch einen Brand ist eine Vierzimmerwohnung in Neuperlach komplett zerstört worden.

Freitag, 19. Mai 2017,  15.17 Uhr, Plettstraße

Bei Ankunft der ersten Feuerwehrkräfte drang dichter, schwarzer Rauch aus der im sechsten Stock gelegenen Wohnung. An der Gebäuderückseite waren bereits die Fensterscheiben geborsten und die Flammen drohten auf das darüber liegende Stockwerk überzugreifen. Der Treppenraum des neunstöckigen Gebäudes war ab der fünften Etage komplett verraucht. Den Bewohnern aus dem siebten und achten Stock war der Fluchtweg abgeschnitten.

Der 23 Jahre alte Bewohner aus der Brandwohnung war beim Eintreffen der Feuerwehr bereits im Freien. Parallel zur Brandbekämpfung lief auch die Rettung der gefährdeten Personen aus den oberen Stockwerken an. Durch die Feuerwehr wurden sieben Erwachsene und ein Kind -teils mit Fluchthauben- aus dem Haus gerettet. Im Laufe des Einsatzes wurde das komplette Gebäude evakuiert. Für die Bewohner stand ein Großraumrettungswagen bereit.

Zehn Personen aus dem Haus erlitten bei dem Brand eine Rauchgasvergiftung. Sie wurden vor Ort durch den Rettungsdienst und zwei Feuerwehr-Notärzte ambulant behandelt. Vier von ihnen mussten anschließend in Krankenhäuser transportiert werden, darunter auch der 23 Jährige aus der Brandwohnung.
Nach etwa 30 Minuten war das Feuer unter Kontrolle. Die Brandbekämpfung wurde sowohl über den Treppenraum als auch über eine Drehleiter durchgeführt. Die Nachlöscharbeiten zogen sich über einen Zeitraum einer weiteren Stunde hin. Die Feuerwehr kontrollierte auch die anderen 17 Wohnungen des Anwesens auf Schäden. Auch das komplette Nachbargebäude wurde abgesucht. Hier wurde eine Frau vorgefunden, die ebenfalls den Brandrauch eingeatmet hatte. Auch sie wurde in eine Klinik gebracht.

Durch das Feuer wurde die betroffene Wohnung im sechsten Stock komplett zerstört und ist damit unbewohnbar. Auch der Treppenraum wurde durch Brandrauch und Ruß massiv beschädigt. Der entstandene Sachschaden kann durch die Feuerwehr nicht abgeschätzt werden, dürfte jedoch deutlich im sechsstelligen Bereich liegen.

Die Berufsfeuerwehr und die Freiwillige Feuerwehr war mit 80 Einsatzkräften vor Ort. Sechs Rettungswagen verschiedener Münchner Hilfsorganisationen sowie zwei Feuerwehr-Notärzte und der Großraumrettungswagen der Feuerwache Ramersdorf versorgten und betreuten die Bewohner während der Dauer des Einsatzes und sorgten für den Transport der Verletzten in unterschiedliche Münchner Krankenhäuser.

Die Brandermittler der Münchner Polizei haben die Ermittlungen vor Ort aufgenommen.