Unsere Geschichte

Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Waldperlach – Die ersten drei „Pionier-Jahre“

Um 1912 sind viele Münchner dem Zeitgeist „Hinaus in die Natur“ gefolgt und haben sich Grundstücke im Wald, östlich vom Dorf Perlach, gekauft. Sie rodeten die Parzellen, stellten Wochenendhäuschen aus Holz auf und bauten gesundes Gemüse an. Es entstanden auch schon feste Bauten und die Infrastruktur wurde mit viel Eigenleistung der Siedler gescha?en. Das Waldheim, das heutige Leiberheim, war das gesellschaftliche Zentrum der Siedler. Begonnen hat alles am 22. März 1927. Damals ordnete die Gemeindeverwaltung Perlach die Feuerwehrpflicht für alle männlichen Einwohner Waldperlachs an. Auch die Siedler erkannten Anfang 1927, dass eine Feuerwehr bei den vielen Holzhäusern und Schuppen doch sinnvoll und notwendig wäre! Nur über kaum befahrbare Feld- und Waldwege kam man abseits der Hauptstraßen zu den Siedlern. Abgeschiedenheit bedeutete aber auch Alleinsein im Not- und Brandfall. Das waren die Gründe für eine eigene Feuerwehr in der Siedlung. Baron Dr. Ing. Karl von Stockhausen hatte deshalb zu einer Gründungsversammlung am 3. April 1927 für eine Freiwillige Feuerwehr in das Leiberheim eingeladen. Der Bürgermeister von Perlach, Sebastian Bauer, war anwesend und befürwortete den schnellen Aufbau der Wehr. Schon ein paar Wochen später wurde die neue Wehr in den “Bayerischen Landesfeuerwehrverband“ aufgenommen. Das Schreiben nennt das Datum der Gründungsversammlung als Geburtstag der „Freiwilligen Feuerwehr Waldperlach“.

1927 Das Gründungsjahr

  • Die Gemeindeverwaltung Perlach ordnete am 22. März 1927 die Feuerwehrpflicht für alle männlichen Einwohner Waldperlachs an
  • Baron Dr. Ing. Karl von Stockhausen ergriff die Initiative und lud zu einer Gründungsversammlung am 3. April 1927 für eine Freiwillige Feuerwehr in das Leiberheim ein. Der Bürgermeister von Perlach, Sebastian Bauer, war anwesend und befürwortete den schnellen Aufbau der Wehr. Zum Kommandant wurde gewählt: Albert Ponkratz ; 1. Vorsitzender: Baron Dr. Ing. Karl von Stockhausen ; Adjutant: Ludwig Unterhauser
  • Der „Bayerische Landesfeuerwehr-Ausschuss“ hat die Freiwillige Feuerwehr Waldperlach mit dem Gründungsdatum 3. April 1927 in den Landesfeuerwehrverband aufgenommen. Das kann man als Gründungsdokument bezeichnen. Ein Verzeichnis der Gründungsmitglieder und ein Protokoll vom 3. April sind nicht vorhanden.
  • Am 10.4.1927 wurden 30 Feuerwehrmänner in das „Stammlisten-Buch für die Freiwillige Feuerwehr Waldperlach“ eingetragen. Ende 1927 besteht die Freiwillige Feuerwehr Waldperlach bereits aus 70 aktiven Feuerwehrmännern
  • Im April 1927 wurde eine gebrauchte Saug- und Druckspritze in Fürstenfeldbruck besichtigt und gleich gekauft. Der Gemeinderat protestierte über diese Eigenmächtigkeit
  • Am 12. Juni 1927 wurde von der neuen Freiwilligen Feuerwehr Waldperlach in der „Gartenstadt Neubiberg“ ein Brand in der Wäscherei Wagner (schon mit der neuen Spritze) gelöscht. Das war der erste Einsatz
  • Am 20. 8. 1927 erhielt die Wehr unter anderem eine fahrbare Leiter und Schläuche. Da in Waldperlach keine Pferde zum Vorspannen am „Löschzug“ (Spritze) vorhanden waren, stellte ein Bürger seinen Wagen zur Verfügung. Der Bürger erhält dafür von der Gemeinde bei jedem Brand 25 Mark
  • Am 4. September 1927 wurde im Leiberheim das Gründungsfest gefeiert

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1927 - 1932

  • 1927 bis 1930 Die Zeit ist geprägt mit der mühseligen Beschaffung von Ausrüstungsgegenständen. Spendenaufrufe, mehrere Bettelbriefe an Banken und Firmen halfen beim Aufbau der Wehr. Die Geräte werden im maroden Schießstand neben dem Leiberheim abgestellt
  • 1929 Ein Stempel für die FFW wurde angeschafft dieser Stempel wurde bis zur Eingemeindung nach München am 1.1.1930 verwendet
  • Die Wehr besteht am 18.02.1929 aus folgenden Mitgliedern: aktiv: 50 Mann; passiv: 78 Mann; Pflicht: 17 Mann
  • Am 1.1.1930 wird die selbständige Gemeinde Perlach auf eigenen Wunsch des Gemeinderates in die Stadt München „einverleibt“. Technisch zuständig ist jetzt für die FF Waldperlach die Branddirektion München. Aus der Gruppe wurde Abteilung 14. Der Stempel wurde entsprechend der neuen Organisation geändert.
  • In der außerordentlichen Generalversammlung der FF Waldperlach am 9.12.1931 wurden gewählt: Vorstand: Niens Adolf; Kommandant: Ludwig Unterhauser  Baron von Stockhausen hatte nicht mehr kandidiert. Er wird ab 20.12.1931 passives Mitglied und wird mit einer Urkunde für seine Verdienste zum Ehrenvorstand ernannt
  • Zum 1.1.1932 beträgt der Stand der aktiven Mannschaft 42 Wehrmänner
  • 1932 erhielt die Waldperlacher Wehr ihr erstes motorgetriebenes Feuerlöschfahrzeug, eine „Saurer-Motorspritze“, Baujahr 1912 von der Berufsfeuerwehr München. Die Motorspritze verfügte über einen Benzinmotor mit eingebauter Pumpe

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1933 - 1935

  • Am 1. Mai 1933 war die FF Waldperlach geschlossen beim Maiumzug der NSDAP mit dabei
  • Am 27.09.1933 beantragt die FF Waldperlach eine Sirene zur Alarmierung, ein Gerätehaus und eine automatische Spritze
  • April 1934, Anpassungen an NSDAP: der „Deutsche Gruß“ wurden verbindlich; Marschordnung bei Veranstaltungen; „Die Feuerwehren sind wirtschaftliche Wehrorganisationen“; Mitglieder können nur “ehrbare Männer“ sein; der Kommandant hat die „Führergewalt“, nicht der Vorstand
  • Die Wehrmänner werden im Juni 1934 in die Aufgaben des Luftschutzes eingeführt. Für alle Wehrmänner ist der Besuch der Veranstaltung Pflicht und das „Erscheinen ist in Uniform und Mütze“ angeordnet
  • Schulungstag 1934 Es wurde deutlich gemacht, dass sich die FF Waldperlach von der „vereinsmässigen zur wehrmässigen“ Organisation gewandelt hat
  • Ein Mitglied wurde am 24.2.1934 in das KZ Dachau eingeliefert. Der Schriftführer frägt bei der Polizei nach, ob „ der selbe von der FFWP auszuschließen ist“. Die Polizei antwortete, dass der Kamerad als Mitglied und Funktionär der KPD bekannt ist und auf Basis der vorliegenden Unterlagen nicht geeignet für die FFWP ist.
  • Am 8.7.1934 wurde der Kamerad „aus politischen Gründen“ offiziel aus der FFWP ausgeschlossen.
  • Am 26.02.1935 wurden 27 aktive Wehrmänner gemeldet

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1936 - 1945

  • Im Juni 1936 wurde das neue Feuerwehrhaus an die FF Waldperlach übergeben und gleichzeitig das 10-jährige Bestehen des „Halblöschzuges 14“ gefeiert. Eine kirchliche Weihe durfte nicht mehr erfolgen
  • Der II. Weltkrieg begann am 1. Sept. 1939. Bei Ausbruch des II. Weltkriegs erhielt der damalige Löschgruppenführer Georg Ostermeier gegen 7 Uhr morgens fernmündlich den Befehl, mit dem einzigen Löschfahrzeug in die Ausstellungswache einzurücken und sich bei der Feuerschutzpolizei zu melden. Dort wurde er zusammen mit Kameraden anderer Löschgruppen vorübergehend (für 4 Wochen) kaserniert, um bei evtl. Luftangriffen eine gesicherte und zentral geleitete Einsatzhilfe zu gewährleisten
  • 3 Monate später wurde die Gruppe unter der Bezeichnung Mot. Abt. 36 dem „Luftgau“ unterstellt
  • Im März 1940 wurde die Gruppe Mot. Abt. 36 nach Frankreich an die Atlantikküste abgerufen, um die dortigen Ölund Benzinvorräte in den Raffi nerien zu schützen
  • 1941 beim Einmarsch nach Jugoslawien wurde die Gruppe sofort nach Rumänien in die dortigen Ölfelder in Marsch gesetzt. Alle übrigen Wehrmänner, welche in der Heimat blieben, mussten beim Sicherheits- und Hilfsdienst in unzähligen Bombennächten den Feuerschutz übernehmen
  • Ab dem 8.Mai 1945, nach dem II. Weltkrieg, gab es in Waldperlach bis Anfang 1949 keine Feuerwehr Waldperlach
  • Nach 1945 forderten die „Besatzungsmächte“ (unsere Befreier) wieder den Aufbau des Feuerschutzes und nur zögernd fanden sich wieder einige zusammen. Nach einem Feuerlöschgesetz
  • von 1946 mussten die Gemeinden, die an sich mit den zerstörten öffentlichen Einrichtungen schon zu kämpfen hatten, den Feuerschutz ebenfalls aufbauen. Der Löschgruppenführer Georg Ostermeier und einige Mitglieder aus der Gründungszeit haben die Freiwillige Feuerwehr Anfang 1949 wieder gegründet

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1949 - 1972

  • In der „Stammliste“ sind unter „Reorganisation ab 1952“ folgende Namen eingetragen: Ostermeier Georg (1927); Pöttinger Johann (1927); Rhode Hermann (1927); Klimmer Christian (1927); Kienle Georg (1929); Mehlstäubl Ludwig (1927). Das waren die Gründungsmitglieder der FF Waldperlach nach dem II. Weltkrieg 1949
  • Am 1. Mai 1949 hatte die FF Waldperlach wieder eine Stärke von 16 Mann
  • Die Leitung der Löschgruppe übernahm im Jahre 1956 Johann Pöttinger
  • 1957 wurde das 30-jährige Gründungsfest gefeiert. Die „Siedlervereinigung Heideland e.V.“ überreichte ein Ehrengeschenk der FF Waldperlach. Das Bild zeigt die Entwicklung der Behelfsheimsiedlung zur Siedlung „Heideland“ an der Salzmannstraße. Das Bild hängt im Vortragssaal der FF Waldperlach
  • Zwischen 1959 und 1972 leitete Friedrich Hofbauer die Gruppe
  • 1967 wurde das 40-jährige Jubiläum gefeiert; es gab keine Festschrift. Die Festrede hielt vor der Festversammlung der Kommandant der FF München Georg Ostermeier. Er war Waldperlacher und Gründungsmitglied der FF Waldperlach und ist mit Johann Pöttinger bei der MOT. Abt. 36 (im Luftgau) gewesen und hat nach dem Krieg die Löschgruppe 14 Waldperlach wieder aufgebaut und war bis zu seiner Wahl zum Kommandanten der FF München 1958 der Löschgruppenführer der LG 14 Waldperlach

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1972 - 1982

  • Ab 1.4.1972 wurde Anton Hain als Löschgruppenführer ernannt. Er hat diese Aufgabe bis 31.3.2005 ausgeführt
  • 25.8-12.9.1972 Olympische Spiele Während der XX. Olympischen Spiele war täglich von 8:00 Uhr bis 24:00 Uhr die FF Waldperlacher besetzt. Hier stand in dieser Zeit ständig ein Tanklöschfahrzeug TLF 16 und ein Löschgruppenfahrzeug mit zusätzlicher Tragkraftspritze LF 16 TS mit einsatzbereiter Mannschaft zur Verfügung
  • Am 1. Mai 1974 stellte die FF Waldperlach am Leiberheim den Maibaum noch mit „Schwaiberl“ (paarweisen Stangen zum Aufstellen des Maibaums) auf
  • Am 25.06.1977 wurde das 50-jährige Gründungsfest gefeiert. Nach dem Kirchgang wurde im Speisesaal vom „Horst-Salzmann-Zentrum“ im Plivierpark musiziert, geehrt, getrunken und festlich gegessen. Die Festrede hat der Abteilungsführer Anton Hain gehalten. Eine Festschrift wurde nicht herausgegeben. Am Festabend zum 50. Gründungsjubiläum der FFW am 28.6.1977 hat ein „Münchner Kindl“ ein Gedicht vorgetragen
  • 6.9.1980 Putzbrunner Straße: Großfeuer, Kind vermisst Einer der tragischsten Einsätze in der Geschichte der Waldperlacher Feuerwehr war der Brand im Vereinsheim des SV Waldperlach. Bei Eintre? en der FF Waldperlach und des Löschzugs der nur wenige hundert Meter entfernten Feuerwache 9 der Berufsfeuerwehr war der heftige Brand bereits so weit fortgeschritten, dass das Dach des Hauses teilweise einstürzte und ein Innenangri? nicht mehr möglich war. Die vergitterten Fenster erschwerten den Löschangri? zusätzlich, das Gebäude wurde vollständig zerstört. Bei den Nachlöscharbeiten wurde es zur traurigen Gewissheit - das vermisste Kind konnte nur noch tot geborgen werden
  • 20.5.1982 Höllriegelskreuth: Großfeuer in Chemiefabrik Nach zwei Explosionen standen mehrere Lagerhallen der Chemief rma „Peroxid“ in Flammen. Während der Löscharbeiten kam es immer wieder zu weiteren Explosionen von Fässern mit brennbaren Flüssigkeiten und Chemikalien. Die Hitzestrahlung war so groß, dass neben dem Gelände verlaufende Bahngleise verbogen wurden und die Oberleitungen herabf elen. Zu diesem bis dahin größten Brand der Nachkriegszeit im Landkreis München wurden auch 11 Tanklöschfahrzeuge der FF München alarmiert, darunter auch das der Abteilung Waldperlach

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1983 - 1989

  • Im Januar 1983 versammelten sich 18 aktive Waldperlacher Feuerwehrmänner und gründeten den Verein „Freunde der Freiwilligen Feuerwehr Waldperlach e.V.“ Am 11. Mai 1983 wurde der Verein im Amtsgericht eingetragen. 1. Vorstand wurde Hain Anton
  • 3.6.1985 Dachauer Straße: Großfeuer Durch Brandstiftung ging eine Lagerhalle mit ca. 100.000 Altreifen in Flammen auf. Die enorme Hitzestrahlung setzte auch eine daneben stehende hölzerne Halle mit Altmöbeln in Brand. Das sich rasant ausbreitende Feuer drohte auf die benachbarte Tierklinik der Universität und das auf dem Gelände stattf ndende „Theaterfestival“ überzugreifen. Bei der teilweise dramatischen Brandbekämpfung kam erschwerend hinzu, dass zum Zeitpunkt des Brandausbruchs gerade eine Vorstellung des Theaterfestivals zu Ende ging und viele Zuschauer und geparkte PKW die Einsatzkräfte erheblich behinderten. Zudem lieferten die auf dem Gelände bef ndlichen Hydranten zu wenig Wasser, so dass u.a. die Abteilung Waldperlach mit ihrem Schlauchwagen ca. 1500 m B-Schläuche zu weiter entfernten Wasserentnahmestellen verlegte. Die starken Kräfte der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr hatten insgesamt 4 Wasserwerfer, 13 B- und 13 C-Rohre im Einsatz
  • 6.4.1987 Innere Wiener Straße: Großfeuer Bei diesem spektakulären Großbrand im Höfbräukeller wurde wiederum der Waldperlacher Schlauchwagen eingesetzt, um eine Wasserversorgung vom Gasteig und später vom Bay. Landtag aus aufzubauen. Aufgrund fehlender baulicher Brandschutzmaßnahmen in dem alten Gebäude kam es nach einer anfänglich nur leichten Rauchentwicklung zu einer rasanten Brandausweitung mit nachfolgendem „Flash over“. Die heißen Brandgase zündeten schlagartig durch und machten so den Einsatz von insgesamt 3 B- und 14 C-Rohren, 8 Wasserwerfern und 3 Wenderohren der Drehleitern erforderlich
  • 11.8.1987 Wasserburger Landstraße: Flugzeugabsturz Nach den Abstürzen 1958, 1960 und 1970 musste München wieder einen Flugzeugabsturz erleben. Traurige Bilanz: 9 Todesopfer, 15 Verletzte und Schaden in Millionenhöhe. Eine zweimotorige Maschine war beim Anflug auf den Flughafen Riem auf dem Parkplatz eines Schnellrestaurants zerschellt, vor dem gerade ein Linienbus stand. Der auslaufende Treibstoff verwandelte die Einsatzstelle in ein flammendes Inferno, in dem die drei Flugzeuginsassen und sechs Passanten bzw. Businsassen ums Leben kamen. Die Abt. Waldperlach wurde zur Sicherung der Wasserversorgung und später zur Brandbekämpfung im Schnellrestaurant eingesetzt. Dieser Einsatz war wegen der im Bereich der Einsatzstelle verstreut liegenden Brandleichen auch psychisch außerordentlich belastend

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1992 - 1997

  • 6.5.1992 Fasangartenstraße: Waldbrand Die Bekämpfung des großflächigen Waldbrands wurde durch umgestürzte und querliegende Bäume stark behindert. Neben vielen Rohren war auch ein Polizeihubschrauber aus Neubiberg mit Wasserbehälter im Einsatz. Von uns wurde mit dem Schlauchwagen eine Wasserversorgung aufgebaut und die Löscharbeiten an der Westseite unterstützt. Am folgenden Tag wurde die Abteilung Waldperlach nochmals zu Nachlöscharbeiten alarmiert
  • Am 23.April 1993 wurde dem Brandmeister Anton Hain das deutsche FeuerwehrEhrenkreuz in Silber verliehen
  • Ab 1995 wurden für die Lage ein neuen Feuerwehrhauses für Waldperlach Vorschläge gemacht und mit Gutachten bewertet. Ein Bauplatz innerhalb der Siedlung konnte nicht gefunden werden
  • 10.5.1995 Stemplringer Anger: Explosion im 10. OG Vermutlich ein Ehestreit hatte eine dramatische Kurzschlussreaktion zur Folge. Nachdem die Frau die Wohnung verlassen hatte, holte ihr Partner Benzin und zündete die Wohnung an. Dabei kam es zu einer heftigen Explosion mit ausgedehntem Folgebrand. Schließlich stürzte sich der Mann aus dem Treppenhausfenster im 10. OG, er war sofort tot. Mit mehreren Rohren und unter schwerem Atemschutz konnte das Feuer gelöscht werden. Die Wohnung brannte völlig aus
  • Am 26. April 1997 zog die Vorstandschaft der FF Waldperlach zum Patenbitten zum Patenverein „Freiwillige Feuerwehr Waldtrudering“. Die Staatssekretärin Monika Hohlmeir war beim Patenbitten mit dabei
  • Das 70-jährige Gründungsfest wurde in einem Festzelt vom 27.-29. Juni 1997 gefeiert. Die Schirmherrschaft für das Fest hatte mit Begeisterung die Staatssekretärin Monika Hohlmeier übernommen. Im „Kirchenzug“ am Sonntag marschierte die Wehr geschlossen zur Kirche „St. Bruder Klaus“. Die neue Standarte erhielt während der Hl. Messe die Weihe. Im Festzug trug man anschließend stolz die Standarte zum Festzelt. Für das leibliche Wohl sorgte dort der Schmankerlkoch Alfons Schuhbeck
  • Am 1.11.1997 fand im alten Feuerwehrhaus in der Isegrimstraße 31 ein internes Weinfest, anlässlich eines Geburtstages von 3 Feuerwehmännern, statt. Die Idee für ein öffentliches Weinfest wurde 2015 wieder aufgegriffen und war ein großer Erfolg. Das 2. Weinfest wird am 14.10.2017 gefeiert

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1998 - 2002

  • Im Jahr 1998 wollte die Freiwillige Feuerwehr von Neubiberg zum ersten Mal einen Maibaum aufstellen. Durch einen Trick gelang es den Waldperlacher Feuerwehrmännern aus der verschlossenen Garage zwei Wochen vor dem 1. Mai den erst grundierten „13-MeterBaum“ um 3 Uhr nachts zu stehlen
  • 27.11.1999 Hochstraße: Großfeuer Nach dem Löwenbräu- und Hofbräukeller brannte nun auch der Salvatorkeller vollständig nieder. Bereits bei der Anfahrt wies eine riesige Rauchwolke den Weg. Das Feuer war im großen Saal des Salvatorkellers ausgebrochen. Durch die ungünstigen baulichen Umstände kam es zu einer rasend schnellen Brandausweitung auf mehrere Gebäudeteile. Es wurden mehrere Widerstandslinien gebildet, an denen das Feuer schließlich aufgehalten werden konnte. Der Abteilung Waldperlach wurde ein Brandbekämpfungsabschnitt zum Schutz eines angrenzenden Bürogebäudes zugewiesen. Insgesamt waren 345 Feuerwehrmänner mit 12 B-Rohren, 19 C-Rohren, 6 Wasserwerfern oder Wenderohren, 4 Schaumrohren und 345 Pressluftatmern im Einsatz. Der Sachschaden dieses durch Brandstiftung verursachten Großfeuers wird auf rund 30 Mio. DM geschätzt
  • 28.04.2000 Friedrich-Panzer-Weg: Waldbrand Eine weithin sichtbare Rauchsäule zeigte den alarmierten Kräften den Weg zum Einsatzort. Bereits auf der Anfahrt wurden weitere Kräfte nachalarmiert. An einer sehr schlecht zugänglichen Stelle im Truderinger Wald brannte eine größere Fläche Gras und Jungwald. Durch den sich ständig drehenden Wind breitete sich das Feuer rasch in alle Richtungen aus. Starke Kräfte von Berufsfeuerwehr und FF, unterstützt durch die Nachbarschaftshilfe der Feuerwehren Haar und Putzbrunn, bauten einen umfangreichen Löschangri? auf. Über das Kieswerk Roth wurden Tanklöschfahrzeuge im Pendelverkehr eingesetzt, während am Friedrich-Panzer-Weg eine feste Leitung mittels Schlauchwagen verlegt wurde. So konnte das Feuer nach ca. einer Stunde unter Kontrolle gebracht werden, die Nachlöscharbeiten zogen sich bis in den späten Abend hin. Insgesamt wurden ca. 20.000 m2 Jungwald vernichtet
  • 31.8.2000 Sudermannallee: Zimmerbrand Im 3. OG eines mehrgeschossigen Hauses kam es zu einem heftigen Wohnungsbrand. Die Kräfte der Berufsfeuerwehr und der Abteilung Waldperlach bekämpften das Feuer mit insgesamt 2 C- Rohren im Innenangri? und über eine Drehleiter. Ein Feuerüberschlag in das darüber liegende Stockwerk konnte gerade noch verhindert werden. Der Wohnungsinhaber kam in den Flammen ums Leben
  • 20.2.2001 Carl-Wery-Straße: Baracke brennt Eine Holzbaracke nahe der Rotkäppchenstraße war vollkommen in Brand und wurde mit mehreren Rohren gelöscht
  • Zum 75-jährigen Gründungsfest vom 1.-5.5.2002 hat man wieder gefeiert und mit einer 84-seitigen Festschrift an die Geschichte und Aufgaben der Feuerwehr erinnert. Alle Haushalte in Waldperlach haben die Broschüre kostenlos erhalten. Beim traditionellen Gottesdienst in der Kirche „St. Bruder Klaus“ wurden die Fahnenabordnungen von befreundeten Vereinen begrüßt und die Fahnenbänder gesegnet und ausgetauscht
  • Im August 2002 war die FF Waldperlach eine Woche vom 16.-21.8.2002 im Hochwassereinsatz in Sachsen-Anhalt. Der Katastrophen-Einsatz an der Elbe und Mulde war der größte Einsatz seit dem II. Weltkrieg

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2005 - 2017

  • Am 23. Juli 2005 wurde das erste „Waldperlacher Sommerstraßenfest“ der WAPE veranstaltet. Die Mannschaft der FF Waldperlach hat dabei mit ihrer Geräteschau Aufklärungsarbeit geleistet
  • Am 1.2.2006 wurde Thomas Hain als Abteilungsführer vom Kommando der FF München bestimmt. Der Stellvertreter wurde Dr. Florian Reithinger
  • 2006 wurden die Aufgaben und Zuständigkeiten in der FF Waldperlach defniert. Ein wichtiges Thema stellt darin die Förderung des Nachwuchses dar. Diese Aufgabe hat Benjamin Becker angenommen. So sorgt er im Rahmen seiner Tätigkeit bei der Jugendfeuerwehr München-Ost für die Ausbildung der zukünftigen Feuerwehrleute
  • Die FF Waldperlach war mit anderen Abteilungen der FF München vom 12.- 15.02.2006 in Bayrisch Eisenstein als überörtliche Katastrophenschutz-Einheit eingesetzt. Es wurden gefährdete Dächer vom Schnee befreit
  • Feierlichkeiten am 14. Juli 2007: 80-jähriges Bestehen der FF Waldperlach, Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses Der Oberbürgermeister Christian Ude übergab die Schlüssel vom Feuerwehrhaus. Es wurde eine umfangreiche Festschrift an die Waldperlacher Bürger kostenlos verteilt
  • Jedes Jahr im Dezember veranstaltet die FF Waldperlach den „Winterzauber“ (seit 2007) mit Feuer, Glühwein, Nikolaus, Christbaumverkauf etc. Die WAPE ist in dem Fest mit eingebunden
  • Am 13.4.2009 brannten ca. 5000 m² Wald an der Putzbrunner Straße. Mit dem Einsatz eines Hubschraubers, welcher Wasser an den Brandgrenzen abgeworfen hatte, und 8 C-Rohren, war der Brand von der FFW bald unter Kontrolle gebracht
  • Den Maibaum der „Schützengesellschaft Harlaching-Waldperlach e.V.“ vor der Pfarrei St. Bruder Klaus segnete am 1. Mai 2009 Hr. Pfarrer Schmucker. Den Transport von der Wachhütt’n und die Montage der Schilder übernahmen die Wehrmänner der FF Waldperlach. Gemeinsam mit dem großen Kranwagen der Berufsfeuerwehr wurde der Baum dann aufgestellt. Anschließend feierte man zusammen mit einer Brotzeit
  • Im Juli 2011 bekam die FF Waldperlach ein neues „Hilfeleistungslöschfahrzeug 20/16“. Mit diesem universell ausgestatteten Fahrzeug stehen für die technische Hilfeleistung hydraulische Werkzeuge, Luftheber, Wassersauger, Sägen und eine mobile Stromversorgung zur Verfügung. In Kursen und Übungen musste die Mannschaft den Umgang mit diesen Geräten lernen

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Die Geschichte unseres Stadtteils Waldperlach

Bereits im Jahr 790 wird mit dem Ort „Peraloh“ das heutige Altperlach gegründet. Erst mehr als 1000 Jahre später legen ehemalige Angehörige des Regiments von Bayerns König Ludwig I den Grundstein für den heutigen Stadtteil Waldperlach: Sie errichten, mitten im damaligen Wald weit außerhalb der Münchner Stadtgrenze, ein Erholungsheim mit dem Namen „Waldheim“.

Rund um das 1911 fertiggestellte Anwesen entwickelt sich eine Siedlung, für die nach dem ersten Weltkrieg ein Wasserturm zur Versorgung der Haushalte gebaut wird. Als engagierte Bürger 1927 die Freiwilligen Feuerwehr gründen, ist der Ort bereits auf knapp 700 Einwohner angewachsen. Erst kurz darauf genehmigt das bayerische Innenministerium den von den ersten Bewohnern schon lange geforderten Ortsnamen „Wald-Perlach“. 1930 erfolgt die Eingemeindung als Stadtteil Münchens.

Heute ist das ehemalige Waldheim einer der bekannstesten Biergärten Münchens: das Leiberheim. Auch den Wasserturm gibt es noch – er dient seit seinem Umbau 1980 als Kirchturm der Jubilategemeinde in der Waldperlacher Straße.

Neugierig geworden, was es in Waldperlach noch zu entdecken gibt? Auf Waldperlach.de finden Sie eine schöne Übersicht über die Historie unseres Stadtteils. Unter den folgenden Links bietet Ihnen der Festring Perlach e.V. eine Fülle detaillierterer Informationen zu den jeweiligen Themen.

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