Feuer wie weggefegt

Freitagabend ist es im Münchner Osten zu einem Kaminbrand gekommen. Bei dem Einsatz, bei dem niemand verletzt wurde, musste man sich einer wohl recht unbekannten Löschmethode bedienen.

Nr. Datum Uhrzeit Ort Meldung Einsatzart Abt.
1 20.02.2026 17:55 Hofmannswaldaustraße Kaminbrand Kleinfeuer WP

Rauch, der aus einem Kamin quillt, ist erst mal nicht ungewöhnlich. Sobald aber auch Flammen sichtbar austreten, sollte unbedingt die Feuerwehr gerufen werden, denn dann handelt es sich offensichtlich um einen Kaminbrand. So reagierte auch ein Anrufer, der am ersten Abend des Wochenendes die Feuerwehr im Stadtteil Waldperlach zu Hilfe rief.

Ablagerungen im Inneren eines Kamins eines Mehrparteienhauses hatten Feuer gefangen. Als die alarmierten Kräfte eintrafen und sich das Meldebild bestätigte, versuchten sie unmittelbar über die Leitstelle den zuständigen Kaminkehrer hinzuzuziehen. Parallel wurde das gesamte Gebäude auf eine mögliche Ausbreitung von Feuer und Rauch kontrolliert, was jedoch ausgeschlossen werden konnte. Da kein Schornsteinfeger erreichbar war, entschied sich der Zugführer, eine Sonderlöschmittelfahrzeug nachzufordern. Diese Fahrzeuge sind immer mit einem Satz Schornsteinfegerwerkzeug ausgestattet. Über die Drehleiter wurde der Kamin so freigeräumt und die brennenden Ablagerungen ins Freie verbracht und abgelöscht. Diese Löschmethode, das Brandgut zu entfernen, kommt eher selten vor, ist aber bei einem Kaminbrand oft das einzig wirksame Mittel. Ein Löschangriff mit Wasser wäre in diesem Fall fatal gewesen, da sich das Wasser beim Verdampfen schlagartig ausbreitet und der so entstehende Druck enorme Schäden am Gebäude verursachen kann.

Nach rund eineinhalb Stunden war der Einsatz für 20 Einsatzkräfte beendet.